Weihnachten in unserer Gemeinde zu Corona-Zeiten

Schon im Herbst war absehbar, dass die Entwicklung des Corona-Infektionsgeschehens kein „normales Weihnachtsfest“ zulassen wird. Somit war der Kirchenvorstand um Pfarrerin Barbara Kovarik zur Kreativität aufgefordert und ab Beginn des Teil-Lockdowns im November mit der permanenten Änderung und Verschärfung der staatlichen Auflagen konfrontiert.

Aufgrund der idyllischen Lage unserer Christuskirche war recht schnell die Idee einer Waldweihnacht im Freien geboren. Mit sehr großer Sorgfalt, mit einem sehr guten Sicherheits- und Hygienekonzept sowie mit einem enorm großen Einsatz vieler ehrenamtlicher Mitarbeiter haben wir versucht, es Menschen zu ermöglichen, gerade in dieser schweren Zeit einen Weihnachtsgottesdienst zu besuchen. So wurden drei halbstündige Waldweihnachtsgottesdienste (15:30 / 16:30 und 17:30 Uhr) im Freien und eine Christmette in der Kirche (22:00 Uhr), die dann wegen der Ausgangssperre entfallen musste, unter Corona-Bedingungen (kein Gemeindegesang, Abstands- bzw. Kontaktregeln, etc.) geplant.

Der Baum des Lebens

Bereits in der Adventszeit wurde vor der Christuskirche ein Tannenbaum aufgestellt und eine besondere Aktion gestartet. Als Zeichen der Zuversicht und Vorfreude auf das Weihnachtsfest sollte ein von vielen Menschen gemeinsam geschmückter Christbaum entstehen. Jede bzw. jeder der mochte, war eingeladen, zu einer beliebigen Zeit vorbei zu kommen und selbst etwas an den Baum zu hängen. Eine bemalte Kugel oder ein selbstgebastelter Stern. Der Kreativität waren keine Grenzen gesetzt. Sehr viele Menschen sind freudig unserer Einladung gefolgt und haben liebevoll zum Teil sehr persönliche Anhänger angebracht. So ist bis zum Heiligen Abend ein ganz besonderer Christbaum entstanden, der den vorbeikommenden Menschen etwas Vorfreude auf Weihnachten in die Herzen zauberte und zu den Weihnachtsgottesdiensten prachtvoll und hell erstrahlte.

 

Der Krippenstall

Um der Krippe mit dem Jesuskind bei den Weihnachtsgottesdiensten im Freien den richtigen Rahmen geben zu können, haben sich Gerd Leitiger und Georg Linke bereit erklärt einen Krippenstall zu bauen. Die beiden haben das Material zusammen-getragen, zuhause im Garten gesägt, gebohrt, genagelt sowie transportable Bauteile zusammengeschraubt und den Stall schließlich vor der Kirche aufgebaut. Christine Leitiger und Rainer Schaaf haben für die Ausstattung und Dekoration gesorgt und den Stern über dem Stall zum Leuchten gebracht. So ist im Teamwork ein wunderbares Obdach für das Jesuskind in der Krippe entstanden, das von zwei Engeln flankiert wurde und zusammen mit dem danebenstehenden Christbaum eine wunderbare Kulisse für die Weihnachtsgottesdienste bot.

 

Die Waldweihnachtsgottesdienste

Bereits ab dem vierten Adventswochenende haben die ehrenamtlichen Weihnachtshelfer mit den vorbereitenden Arbeiten für den Heiligen Abend begonnen. So wurde die geplante Fläche vor der Kirche und im Park ausgemessen und abgesteckt, um das Sicherheits- und Schutzkonzept umsetzen zu können oder die Technik vorbereitet und getestet, damit die Übertragung der musikalischen Umrahmung aus der Kirche ins Freie auch klappt. Am frühen Nachmittag des Heiligen Abend ging es dann in den Vorbereitungsendspurt: die Bänke wurden im Sicherheitsabstand aufgebaut und mehr als 150 m Lichterketten angebracht, um den Gottesdienstbereich abzugrenzen sowie ein Corona-konformes und sicheres Wege- und Orientierungssystem sicherzustellen. Die Lautsprecheranlange wurde verkabelt, der Krippenstall und der Altar geschmückt. Schließlich wurden die Mitglieder des Ordnungsteams noch ins Schutz- und Hygienekonzept eingewiesen und die himmlischen Helfer mit den Sicherheitsanweisungen an den Zugängen in Position gebracht.

 

Pünktlich um 15:30 Uhr hörte der leichte Nieselregen auf und der erste Waldweihnachtsgottesdienst, der speziell für Familien mit Kindern angeboten wurde, läutete im Park das Weihnachtfest ein. Mit Unterstützung von Engel Emilia (Senk) verkündete Barbara Kovarik das Weihnachtsevangelium in kindgerechter Form, Christina Kainz spielte an der Orgel bekannte Weihnachtslieder.

Die zwei folgenden Gottesdienste wurden von Ingrid Kuhn (Orgel) und Bettina Krümmel (Querflöte) musikalisch umrahmt. In ihrer Weihnachtsansprache betonte Pfarrerin Barbara Kovarik, dass Weihnachten auch in diesem Jahr stattfindet: Denn Gott ist bei uns – trotz Corona. Und je mehr die Dämmerung hereinbrach und der Abend Einzug hielt, umso stimmungsvoller wurde die Atmosphäre im Park. Den zahlreichen Gottesdienstbesuchern war im Schein der vielen Lichter, dem in Gedanken mitgesungenen „Stille Nacht! Heilige Nacht!“ und unter dem Schlussgeläut der Glocken die Rührung anzumerken. Und trotz der strengen Corona-Beschränkungen: Es wurde Weihnachten!

 

 

Ein großer und ganz besonderer Dank gilt allen Weihnachtshelfern für ihren schier unermüdlichen Einsatz vor, während und nach den Weihnachtsgottesdiensten. Nur gemeinsam konnten wir das schaffen!

  • Technik: Jürgen Krischan
  • Organisation des Sicherheitskonzeptes, Einweisung Ordnungsteam: Jeannette Wiese
  • Ordnungs- und Sicherheitsteam (OT):  Jürgen Krischan, Christine Leitiger, Georg Linke, Diana Leschnik, Rainer Schaaf, Lydia Senk, Jeannette Wiese, Marlies Wirler
  • Auf- und/bzw. Abbau: Georg Linke mit OT und den zusätzlichen Helfern Alexander, Elisabeth und Emilia Senk, Gerd Leitiger, Ingrid Kuhn, sowie Pfarr-Ehemann Hans Kovarik mit Sohn Florian
  • Krippenbau und Dekoration: Gerd Leitiger, Georg Linke, Christine Leitiger und Rainer Schaaf